Am 24. Juni berichtete der Antifa Report Pfalz:
Der gemeinnützige Verein “Lebenshilfe Bad Dürkheim e.V.”, der sich nach dem Prinzip der solidarischen Selbshilfe für geistig behinderte Menschen einsetzt, beschäftigte jahrelang den Neonazi Maik S… “Als Betreuer einer Wohngruppe hat Maik S. dabei unmittelbaren beeinflussenden Kontakt zu geistig behinderten Menschen. Maik S. ist seit mindestens 2017 im Umfeld der rechtsextremen gewaltbereiten Kameradschafts-Szene aktiv und nahm in dieser Zeit aktiv an zahlreichen Neonazi-Auftritten” auch in und um Alzey teil.
Obwohl es einem Befürworter des Regimes, welches die Euthanasie hervorgebracht hat, nicht erlaubt sein darf, mit behinderten Menschen zu arbeiten und obwohl der Verein über seinen Mitarbeiter seit einigen Monaten informiert war, positionierte der Verein sich erst jetzt in der Öffentlichkeit dazu. Am 29. Juni, 5 Tage nach dem Erscheinen des Artikels des Antifa Reports Pfalz, gab der Verein die Freistellung von Maik S. bekannt. Am 30. Juni gab dann auch der Betriebsrat der Lebenshilfe Bad Dürkheim seine Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung, welche umgehend veranlasst wurde.
So begrüßenswert die Kündigung eines Neonazis in der paritätischen Arbeit auch ist, es ist kein “Klares Nein zu Rechtsextremismus”. Neonazis sind fester Teil unserer Gesellschaft und wenn bekannt wird, dass Neonazis in Machtpositionen sind oder waren, braucht es eine transparente Aufarbeitung. Diese geschah in diesem Fall leider erst, nachdem der Fall öffentlich wurde und erste Lokalzeitungen darüber schrieben. Ob es eine ebenso konsequente Handlung gegeben hätte ohne die Öffentlichkeit, ist ungewiss.
Artikel des Antifa Report Pfalz:
https://antifareportpfalz.noblogs.org/archive/20
Lebenshilfe Bad Dürkheim e.V.
https://www.lebenshilfe-duew.de/